Botschaft des Generalobern zur Wahl des neuen Papstes Franziskus I.

Botschaft des Generalobern zur Wahl des neuen Papstes Franziskus I.

an alle Salesianer Don Boscos und Mitglieder der Don-Bosco-Familie

Ich hatte die Gnade, in dem Augenblick auf dem mit tausenden und abertausenden Leuten, besonders jungen Menschen, gefüllten Petersplatz anwesend zu sein, auf dem wir die so lang erwartete Nachricht hörten:

„Ich verkünde euch die große Freude:

Wir haben einen Papst,

Georg Mario Bergoglio,

der sich den Namen

FRANZISKUS gab

Auch wenn sein Name nicht unter den „papabili“ erwähnt wurde und deswegen Unschlüssigkeit unter denen herrief, die nicht wussten, um wen es sich handelt, ließ die Aufnahmebereitschaft für den neuen Nachfolger Petri nicht auf sich warten. Die Antwort war ein grandioser Applaus, Ausdruck einer großen Freude, die begleitet war von den ersten Rufen: Francesco, Francesco, Francesco …

Es war der Heilige Geist, der die wählenden Kardinäle bei der Wahl desjenigen geleitet hat, den Gott selbst als Stellvertreter Christi erwählt hatte.

Zusammen mit Euch allen, liebe Brüder und Schwestern, allen Mitgliedern der Don-Bosco-Familie und Jugendlichen, sage ich dem Herrn Lob und Dank für das großartige Geschenk, das er uns in der Person von Kardinal Jorge Mario Bergoglio, Jesuit, Erzbischof von Buenos Aires, erwiesen hat. Ich hatte das Glück, ihn kennenzulernen und war mit ihm persönlich zusammen in der Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats in Aparecida und später bei der Seligsprechung von Zeffirino Namuncurà.

Die Wahl seines Namens, Franziskus, ist schon bezeichnend, weil er in gewissem Sinn einige der charakteristischsten Züge des neuen Papstes in sich vereinigt: die Einfachheit, die Armut, die Authentizität, und weil er gleichzeitig zum Programm wird, weil er Wesentliches davon aussagt, was heute das Antlitz der Kirche und ihrer Beziehung zur Welt zum Ausdruck bringen soll.

Vor der Erteilung des ersten Segens hat er uns gebeten, ihn zu segnen. In einem tiefen Schweigen hat das jeder aus tiefstem Herzen getan und sich vom Geist leiten lassen.

Heute bitte ich Euch, auf ihn die Fülle der Gaben des Geistes herabzurufen, damit er die Erleuchtung habe, das zu unterscheiden, was der Herr heute von seiner Kirche erwartet und er die Kraft finde, es zu verwirklichen.

Im Geist des Glaubens und in großer Hochachtung und Ergebenheit nehmen wir Papst Franziskus an, wie es Don Bosco getan hätte, und während wir ihn der mütterlichen Sorge und Führung Mariens anvertrauen, versichern wir ihm unserer Verbundenheit, unseren Gehorsam und die aufrichtige und entschiedene Mitarbeit in dieser Zeit der Neuevangelisierung.

Rom, 13. März 2013

Don Pascual Chávez V., SDB

Generaloberer

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