Sorge für Menschen in Not

Salesianer Helmut Zenz zum Diakon geweiht

Diakon Zenz 12 05 26„Eine Diakonenweihe haben wir nicht alle Tage“, sagte Salesianerpater und Pfarrer in Buxheim, Michael Altepost, gestern Vormittag voller Freude am Ende des festlichen Gottesdienstes in St. Peter und Paul und lud zur Begegnung mit dem frisch geweihten Diakon Helmut Zenz SDB und mit Weihbischof DDr. Anton Losinger ins Pfarrheim ein. Viele Gläubige, Mitbrüder, Freunde und die Familie von Helmut Zenz feierten seine Weihe in der gut besuchten Pfarrkirche mit ihm.

Bild: Diakon Helmut Zenz (ganz links) mit Weihbischof DDr. Anton Losinger am Altar der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Buxheim. Foto: Siegfried Rebhan


Für den 43-jährigen Salesianer Helmut Zenz ist die Weihe zum Diakon ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Priesteramt. Im kommenden Jahr soll er in Benediktbeuern zum Priester geweiht werden. Vor acht Jahren, erklärte der Provinzial, Pater Josef Grünner
SDB (München), sei Helmut Zenz zu den Salesianern gekommen.

Heuer habe er nun im August die ewigen Gelübde abgelegt. Zenz stammt aus Obing im nördlichen Chiemgau, stellte Pater Grünner im Gottesdienst vor. Nach dem Abitur studierte er in Eichstätt katholische Theologie und Politik. Fünf Jahre arbeitete er als Religionslehrer
an Grund- und Hauptschulen im Münchner Osten. Bei den Salesianern war er in den vergangenen Jahren als Bildungsreferent in Benediktbeuern und in Einrichtungen in der Eifel und in der Oberpfalz eingesetzt. Er arbeitete mit Jugendlichen, gestaltete Tage
der Orientierung. Seit August ist er für sein Diakonatspraktikum in der Pfarrei in Buxheim.

Warum sind Diakone heute so wichtig?, fragte Weihbischof Dr. Anton Losinger in seiner Predigt. „Worte haben wir heute genug, uns
fehlen Taten.“ Für Werke der Nächstenliebe setze sich ein Diakon ein. Für Menschen, die physisch, psychisch, wirtschaftlich oder sozial
bedrängt seien. „Niemand darf diskriminiert oder marginalisiert werden“, sagte der Weihbischof. Der diakonale Dienst sei die Antwort der Kirche auf diese Herausforderung. Zudem seien die ersten sieben Diakone, die von den Aposteln berufen worden waren, auch  „geniale Verkünder des Wortes“ gewesen, so Weihbischof Losinger.

Bischof legt Hand auf

Zum Zeichen, dass die Verkündigung des Evangeliums von nun an zu seinen Aufgaben zähle, wurde Helmut Zenz von Diakonen aus seiner Heimatgemeinde Obing feierlich ein Evangeliar überreicht. Und er wurde bekleidet mit der Dalmatik und der Stola des Diakons. Nach der feierlichen Weihe durch Handauflegung und Gebet des Bischofs, assistierte Helmut Zenz zum ersten Mal bei einer Eucharistiefeier.

Musikalisch gestaltet wurde die Diakonenweihe von der Schola und dem Vokalensemble Buxheim und Kirchenmusiker Johannes Hoyer an der Orgel. (aw Memminger Zeitung 5.12.2011, S. 26)

 

Info: Diakon und „Ständiger Diakon“

  • Ein katholischer Diakon unterstützt den Priester in der Gemeindearbeit. Er ist Seelsorger, assistiert im Gottesdienst, gibt Religionsunterricht, hält Taufen, Eheschließungen und Beerdigungen.
  • Jeder Priester ist zugleich Diakon, das heißt: Er empfängt in der Vorbereitung auf sein Amt zunächst die Diakonenweihe. So auch gestern der Salesianer Helmut Zenz. Er wird am 23. Juni 2013 in Benediktbeuern zum Priester geweiht werden.
  • Zum (Ständigen) Diakon kann auch ein verheirateter Mann geweiht werden. Weihe und Aufgaben sind die gleichen. Er ist dann „Ständiger Diakon“.  Vor kurzem wurde Oliver Föhr aus der Pfarrei St. Ulrich (Amendingen) hierzu geweiht. Auch in der Gefängnis- und Klinikseelsorge arbeiten mehrere Ständige Diakone in Memmingen. (aw)
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