Kirche RucksackdeckeUrlaub bei Gott

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“, heißt ein beliebtes Kinderspiel. Dabei sagt das erste Kind, was es in den Koffer legen möchte, zum Beispiel ein Buch, das zweite Kind sagt dann auch ein Buch und einen weiteren Gegenstand und so weiter. „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“ – was nehmen Sie mit in die Ferien? Jeder Mensch hat da seine eigenen Vorlieben – Bücher, Computer, Spiele oder was auch immer. Und es gibt natürlich ein paar Dinge, die nicht fehlen dürfen – Kleidung und Hygieneartikel zum Beispiel. Und es gibt Dinge, die man nicht einpacken kann: Zeit, gute Laune, Ausgeglichenheit … Und es gibt jemanden, den ich nicht „einzupacken“ brauche, weil er schon überall ist, wohin ich reisen kann: Gott.

Urlaub von Gott gibt es nicht. Darf es auch nicht geben. Weil ich dann eine große Chance verpasse: In der freien Zeit frei zu sein für mich und für Gott. Um mir und Gott neu auf die Spur zu kommen, um uns – sozusagen – neu kennenzulernen. Mit ganz neuen Erfahrungen, die mein Leben verändern können; auch dann, wenn der Urlaub schon lange vorüber ist. Ferien: Zeit, Gott zu begegnen. In einer Kapelle am Wegesrand, in einer Autobahnkirche auf dem Weg zum Urlaubsort, bei einem Campinggottesdienst. Oder ich mache gleich Urlaub bei Gott: Klöster laden dazu ein, Ferienfreizeiten bieten dazu die Möglichkeit. Dann darf der Rucksack ruhig auch mal in der Kirche hängen …